Wahlprogramm 2016

Folgende Themen wollen wir in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren bewegen:

U3-Betreuung / Kindergarten

Die SPD will die Attraktivität von Glandorf für Familien erhalten. Die zwei wichtigsten Säulen sind die Betreuung und Förderung der Kinder im Vorschulalter und der Erhalt einer umfassenden Schullandschaft (Grundschulen und weiterführenden Schulen).

Glandorf besitzt in der Betreuung und Förderung der Kinder im Vorschulalter einen hohen Standard, attraktiv für Familien mit Kindern. Wir als SPD wollen diesen Standard erhalten und noch weiter ausbauen. Deshalb hat der Gemeinderat auf unseren Antrag hin im Juni 2016 die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen, in der es um die Erarbeitung eines Konzepts „Betreuung der Kinder im Vorschulalter“ geht. Es sollen keine pädagogischen Konzepte  – denn dies ist das Kerngeschäft der Einrichtungsleitungen –  erarbeitet werden, sondern es geht um die bedarfsgerechte Planung von z. B. Gebäuden und deren Finanzierung. Wir wollen in den nächsten Jahren die Aufgabe – steigende U3-Betreuung, sinkende Kindergartenzahlen – aktiv planen und nicht nur reagieren. Das verstehen wir unter vorausschauender Sozialpolitik! Weiter streben wir die Einführung einer Sozialstaffelung der Kindergartenbeiträge an.

Schulpolitik- und Kulturpolitik und Integration

Wir werden weiterhin spürbare Investitionen in die bauliche Substanz und in die technische Ausstattung der Schulen unterstützen. Weiterhin werden wir uns auf Landesebene dafür einsetzen, dass auch die LuWi-Schule weiter in den Genuss z. B. einer Schulsozialarbeiterstelle kommt. Erreicht werden soll dies, in dem das Land die für solche Stellen notwendigen Schülerzahlen senkt. Dies entspricht nämlich der allgemeinen demografischen Entwicklung.

Mit dem Verein Kultour-Gut! Glandorf unser Dorf eine Art „Gedächtnis“ bekommen. Der Verein kümmert sich um Geschichte und Identität der Gemeinde und tritt als Vermittler zwischen den Generationen auf. Die Tätigkeit dieses Vereins ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Die SPD Glandorf bekennt sich ausdrücklich zur Tätigkeit dieses Vereins!

Die SPD begleitet positiv sämtliche Massnahmen der Gemeinde und der Ehrenamtlichen, um das Zusammenleben der Kulturen im Ort positiv zu gestalten.

Finanzen und Feuerwehr

Glandorf hat in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet. Wir konnten den Schuldenstand in den letzten fünf Jahren verringern. Trotzdem gilt es, notwendige Investitionen in die Zukunft Glandorfs zu tätigen. Auch wenn die Schulden einmal kurzfristig wieder ansteigen sollten.

Glandorf ist in der glücklichen Lage, in den beiden großen Ortsteilen eine gut ausgestattete und hochmotivierte Feuerwehr zu haben. In den nächsten Jahren werden wir die neue Jugendfeuerwehr unterstützen, so dass wir uns auf Jahre keine Sorgen um den Nachwuchs machen müssen. Bereits in der Haushaltsberatung 2014 waren wir bereit, Gelder für die Planung der Umgestaltung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Schwege einzustellen. Nachdem auch CDU und UWG diese Notwendigkeit erkannten, wurden die Gelder in den Haushalt 2015 eingestellt. Wir werden diesen Prozess weiter begleiten mit der Vorgabe, die Ausgaben in einem angemessenen Rahmen zu halten.

Wirtschafts- und Infrastruktur (Bauen und Wohnen):

In den letzten Jahren wurde fast jährlich ein neues Baugebiet in Glandorf oder Schwege realisiert. Hierdurch konnte vielen Familien ein Bauplatz angeboten werden. In den nächsten Jahren muss nun aber verstärkt die demografische Entwicklung des Ortes beachtet werden. Hier werden Häuser aufgrund der Altersstruktur der Bevölkerung frei gestellt werden. Wir werden hierzu ein Modell vorschlagen – vielleicht eine Art Kataster zukünftig frei werdender Immobilien – in dem sich erwerbswillige Interessenten informieren können. Dies soll längere Gebäudeleerstände im Ort verhindern. Hierdurch soll das Programm „Jung kauft Alt“ sinnvoll ergänzt werden. Ziel muss sein, bevor sich immer mehr Einwohner im Aussenbereich ansiedeln,  im Ortszentrum eine hohe Siedlungsdichte zu erhalten.

Das produzierende und dienstleistende Gewerbe in Glandorf muss gestärkt werden. Leider halten wir momentan nicht ausreichend attraktive Standorte vor. Zur Stärkung von Glandorf  muss die strategisch günstige Lage an zwei Bundesstraßen stärker genutzt werden. In letzter Konsequenz – dies konnte die SPD-Fraktion bei Gesprächen mit dem Verkehrsdezernenten des Landkreises Osnabrück aus erster Hand erfahren – bringt die Schaffung neuer Gewerbegebiete im Norden in Verbindung mit einer Querspange zwischen der B 475 und der B 51 die lange überfällige Entlastung der Verkehrsinfrastruktur am Haarkamp. Um Glandorf für Gewerbetreibende und Anwohner gleichermaßen attraktiv zu halten, unterstützten wir den Ausbau von schnellem Internet (in der Umsetzung den Glasfaserkabelausbau). Wir achten darauf, dass hierbei auch die Anwohner der Außenbereiche eine Chance auf schnelles Internet bekommen.  

Wir streben eine Tempo-30-Zone an im Bereich Kreuzung Kattenvenner Straße / Nordstraße bis zum kleinen Kreisel an. Dies haben wir bereits beantragt, die Gemeinderverwaltung hat den Antrag nach einer Verkehrsschau gewürdigt, jedoch zunächst zurückgestellt. Weiterhin erscheint uns die Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Bereich zwischen dem kleinen Kreisel und der Kreuzung Münsterstraße/Schulstraße (Höhe Hotel Herbermann) für sinnvoll. Wir unterstützen damit einen sicheren Schulweg und möchten darüber hinaus Maßnahmen in die Wege leiten (z.B. Kiss and ride – Haltestellen für Elterntaxis).

Mit dem Thema Ortskernentwicklung befasst sich ein überparteiliches, fachlich betreutes Gremium. Wir werden die Überlegungen dieses Gremiums kritisch-konstruktiv begleiten.

Touristisches Marketing-Konzept der Gemeinde Glandorf

Grundsätzlich fordern wir zur deutlich besseren Vermarktung der Marke „Glandorf“ als Hochburg des Fahrradtourismus und des Spargel- und Erdbeeranbaus, die

Einrichtung einer Stelle für Ortsmarketing in der Gemeindeverwaltung. Dieses Thema ist wichtig genug für eine eigenständige Position in der Verwaltung, da das Thema Tourismus professionell und allumfassend begleitet werden muss. Dies führt automatisch zu einer Entlastung innerhalb der restlichten Verwaltung, die sich somit auf ihre Kernthemen konzentrieren kann. Schon der neue Internetauftritt, für deren Gestaltung auf SPD-Antrag hin Gelder im Haushalt 2016 eingestellt worden sind, sollte dieses Thema entsprechend widerspiegeln.

Wo sehen wir das Potential unserer Gemeinde?

  • Glandorf als Fahrradort: Glandorf liegt zentral in einer perfekt radtouristisch erschlossenen Landschaft. Dieses Potential müssen wir noch stärker nutzen. Zum Beispiel indem wir schon an den Ortseingängen auf den zentralen Parkplatz für Radtouristen hinweisen. Weiter könnte die Gastronomie und das Hotelgewerbe spezielle Angebote für Radwanderer schaffen. Dies sollte von der neu einzustellenden Fachkraft im Rathaus koordiniert und offensiv beworben werden.
  • Glandorf als Spargel- und Erdbeerdorf. Hier könnte ein „Spargel- und Erdbeerwochenende“ an den Wander- und Fahrradrouten rund um Glandorf angeboten werden. Für die Verpflegung öffnen die einschlägigen Glandorfer Anbaubetriebe ihre Höfe. Glandorf hat beispielsweise in diesem Bereich eine deutlich höhere Wertschöpfung als unsere westfälische Nachbargemeinde Füchtorf. Dies muss viel stärker zur Geltung gebracht werden!
  • Nach der Einrichtung einer Pättkestour muss auch diese entsprechend beworben werden.
  • Die Einrichtung dieser Stelle muss schon in 2017 zwingend geschehen, damit die touristische Potentialausschöpfung im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2018 in Bad Iburg sichergestellt ist.
  • Das Hallenbad ist den Glandorfern sehr wichtig. Aber es sollte nicht bei der Erstellung eines Tourismuskonzepts vergessen werden. Die Gemeinde hat bereits vor ca. vier Jahren einen Fachmann mit der Erstellung eines Marketingkonzepts beauftragt. Leider hat dies nicht ausreichend Früchte getragen. Wir glauben trotzdem, dass unser Hallenbad noch besser vermarktet werden kann. Auch damit kann sich die Fachkraft beschäftigen.