Infrastruktur, Verkehr und Wirtschaft

Hier hat sich in Glandorf eine Menge getan. Mit Dorenberg II konnten viele Bürgerinnen und Bürger ihren Traum vom Eigenheim in Glandorf verwirklichen. In Schwege stehen noch Bauplätze in einem sehr attraktiven Neubaugebiet zu familienfreundlichen Grundstückspreisen zur Verfügung. Die demografische Entwicklung muss hier jedoch zwangsläufig zu einem Umdenken führen. In Zukunft werden auch in Glandorf viele Wohnimmobilien zum Verkauf stehen. Dies wird Druck auf den Immobilienmarkt in Glandorf ausüben, mit Konsequenzen für die Preisstabilität. Bund und Land haben bereits reagiert und fördern den Erwerb von Bestandsimmobilien bzw. deren energetische Sanierung. Hier muss auch die Kommunalpolitik reagieren. Die SPD Glandorf kann sich nach dem Vorbild anderer Kommunen vorstellen, Familien, die nach Glandorf ziehen und hier eine Gebrauchtimmobilie erwerben, finanziell zu fördern. Die Förderung wird an eine Mindestwohndauer in Glandorf gekoppelt. So wird der Erwerb von Gebrauchtimmobilien attraktiver gemacht. Das Handwerk, das sich ohnehin mehr und mehr auf die Sanierung spezialisiert, wird hiervon auch profitieren. Denn der Neubau wird in Deutschland in den nächsten Jahren zurückgehen bzw. mindestens stagnieren.
Die SPD Glandorf hält es daher für ausreichend, in den nächsten fünf Jahren ca. 15 Bauplätze vorrätig zu halten.

Zum Ferienende 2011 wird der Busbahnhof neu gestaltet worden sein. Hier muss - abhängig von der finanziellen Situation der Gemeinde - überlegt werden, auch das übrige Umfeld am Parkring optisch aufzuwerten. Möglicherweise können in Zukunft auch wieder Fördertöpfe in Anspruch genommen werden, um die Kosten für die Gemeindekasse niedrig zu halten. Dies würde zusammen mit den anzugehenden Massnahmen den Ortskern/Thieplatz betreffend eine deutlich Aufwertung des Umfeldes des Ortskerns bedeuten.

Schon heute nutzen LKW z. B. die Nordstraße um schneller von der B51 auf die B475 und umgekehrt zu gelangen. Hier wird die SPD Glandorf in Zukunft Gespräche führen, um zu erörtern, ob der Bau einer Querspange zwischen B475 und B51 unter Anbindung des Gewerbegebietes Haarkamp sinnvoll sein kann. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn der Schwerlastverkehr nicht erst den Weg durch den Ortskern nimmt, sondern schon vorher abgeleitet wird. Diese Idee könnte auch im Zusammenhang mit der Erweiterung B.Braun in Averfehrden an Bedeutung gewinnen.

Glandorf verfügt über ein gesundes wirtschaftliches Mix. Dies macht Glandorf weniger anfälliger für Konjunkturkrisen und erlaubt eine verlässlichere Finanzplanung durch ein relativ stabiles Gewerbesteueraufkommen. Die hohen Investitionen in die Glandorfer Schullandschaft sorgen mit dafür, dass das Glandorfer Handwerk und die anderen Gewerbetreibenden auch in Zukunft motivierten und qualifizierten beruflichen Nachwuchs einstellen können. Denn schon jetzt zeichnet sich ein Mangel an Berufsnachwuchs ab, in Zukunft wird es einen harten Wettbewerb um gute Mitarbeiter geben. Die Erweiterungsinvestition B.Braun zeigt, dass Glandorf sogar für Großunternehmen attraktiv genug ist. Die SPD wird auch in Zukunft im Gemeinderat und in den Ausschüssen solche Vorhaben positiv begleiten. 

Nach wie vor hält die SPD Glandorf die Kreisumlage für zu hoch. Solange die CDU im Kreistag über die absolute Mehrheit verfügt, wird sich hieran nichts ändern. Sollten sich jedoch im Kreistag andere Mehrheitsverhältnisse ergeben, könnte es zur Absenkung der Kreisumlage kommen, mit positiver Auswirkung auf den Glandorfer Gemeindehaushalt. Dies würde neue Spielräume schaffen.